Frühere Regierungsräte

Die früheren Regierungsräte der Basler FDP


2006 - 2012          Hanspeter Gass


1995-1999
Stefan Cornaz studierte Geschichte, Deutsch und Latein. Er arbeitete zuerst als Gymnasiallehrer, später war er Sekretär der Basler Handelskammer. Von 1980 bis 1992 war er Basler Grossrat, wo er u.a. die Geschäftsprüfungskommission und die Prüfungskommission über den Staatsschutz präsidierte. Im Sommer 1994 rückte er für den vorzeitig zurückgetretenen Paul Wyss in den Nationalrat nach. Bereits nach wenigen Monaten trat er wieder zurück: Hans-Rudolf Striebel hatte seinen vorzeitigen Rücktritt bekannt gegeben, worauf Stefan Cornaz als sein Nachfolger in den Basler Regierungsrat gewählt wurde. Dies im ersten Wahlgang, obwohl er gegen 13 Kandidatinnen antreten musste. Als Regierungsrat leitete er das Erziehungsdepartement und musste die Schulreform umsetzen, die er zuvor noch bekämpft hatte. Aufgrund einer schweren Erkrankung trat er im Jahr 1999 zurück.
Quellen: - Historisches Lexikon der Schweiz - Volksstimme vom 18. März 2003


1992-2006
Jörg Schild ist Jurist und wurde bald nach Abschluss seines Lizenziats Staatsanwalt, wobei er als solcher Chef des Betäubungsmitteldezernates wurde. Drei Jahre vor seiner Wahl wurde er Chef der Zentraldienste der Bundesanwaltschaft in Bern. Nach seiner Wahl als Nachfolger von Kurt Jenny in den Regierungsrat leitete er zuerst das Justizdepartement.

Zwei Jahre später wechselte er in das Polizei- und Militärdepartement. Dort setzte er eine Drogenpolitik um, die über die Kantonsgrenzen hinaus grosse Beachtung fand. Im Jahr 2006 erklärte er seinen Rücktritt, nachdem er zum Präsidenten von Swiss Olympic gewählt wurde.
Quellen: - Offizielle Webseite Basel-Stadt - Wikipedia


1984-1995           Hans-Rudolf Striebel


1972-1992
Kurt Jenny war promovierter Jurist und Anwalt. Er arbeitete erst als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Justizdepartement, dann als Redaktor der kantonalen Gesetzessammlung. 1961 wechselte er zur Schweizerischen Treuhandgesellschaft, deren Direktor er 1969 wurde. Im Jahr 1980 wurde er Ehrendozent, 1994 dann ausserordentlicher Professor für öffentliches Recht. 1957 wurde Kurt Jenny in den Bürgergemeinderat gewählt, wo er 1960 Bürgerrat wurde. Dieses Amt verrichtete er bis zu seiner Wahl in den Regierungsrat im Jahr 1972. Als Regierungsrat leitete er erst das Justizdepartement und wechselte 1980 ins Finanzdepartement, wo er für die Revision des Steuergesetzes verantwortlich zeichnete.
Quelle: - Historisches Lexikon der Schweiz


1966-1984 Arnold Schneider


1962-1972
Otto Miescher begann ein Chemiestudium, welches er jedoch abbrach. Daraufhin machte er eine Lehre bei den SBB und später ein Nationalökonomiestudium, in welchem er promovierte. Im Beruf war er ab 1941 Verwalter des Dreispitzareals, bis er 1947 zum Direktor der Basler Verkehrsbetriebe wurde. 1950 wurde er in den Grossen Rat gewählt, wo er bis zu seiner Wahl in den Regierungsrat 1962 amtete. Als Regierungsrat leitete er das Sanitätsdepartement, wo er in seinem letzten Amtsjahr die Ausgliederung des Kantonsspitals und der Universitätsklliniken aus der Bürgergemeinde bewirkte.
Quelle: - Historisches Lexikon der Schweiz


1950-1966 Alfred Schaller


1934-1962 Edwin Zweifel


1923-1925
Richard Calini war Architekt. Als solcher war er u.a. mitbeteiligt am Neubau der Mustermesse. Als Regierungsrat leitete er das Baudepartement, wo er massgeblich zum Ausbau des Flugplatzes Sternenfeld in Birsfelden beitrug.
Quelle: - Historisches Lexikon der Schweiz


1911-1934
Friedrich Aemmer war praktizierender Arzt. Er wurde 1905 in den Grossen Rat gewählt, sechs Jahre später in den Regierungsrat. Dort leitete er das Sanitätsdepartement und engagierte sich u.a. für den Ausbau des Basler Frauenspitals und den Bau des Gartenbades Eglisee.
Quelle: - Historisches Lexikon der Schweiz


1907-1919 Armin Stöcklin


1902-1910
Albert Burckhardt war promovierter Jurist, zusätzlich studierte er Geschichte. Während zehn Jahren war er Gymnasiallehrer, später Privatdozent und schliesslich ausserordentlicher Professor für Schweizergeschichte an der Universität Basel. Im Jahr 1893 wurde er in den Grossen Rat gewählt, wo er bis zu seiner Wahl in den Regierungsrat verlieb. Dort leitete er das Erziehungsdepartement, wo er für die Zulassung der Frauen zur Universität verantwortlich zeichnete. Albert Burckhardt setzte sich stark für die Wiedervereinigung der beiden Basler Halbkantone ein.
Quelle: - Historisches Lexikon der Schweiz


1897-1910
Heinrich David, gebürtig in Rio de Janeiro, war promovierter Jurist und Anwalt. Er arbeitete zuerst in St. Gallen, dann in Basel als Staatsanwalt, bevor er 1890 sowohl Strafgerichtspräsident als auch Basler Grossrat wurde. 1897 wurde er in den Regierungsrat gewählt, wo er bis 1901 das Erziehungsdepartement leitete. Dann wechselte er ins Finanz- und drei Jahre später ins Polizeidepartement. Im Jahr 1899 wurde er in den Nationalrat gewählt, was er bis 1908 blieb. 1910 wurde er dann Vizekanzler der Eidgenossenschaft, nachdem er als Regierungsrat zurückgetreten war. Dies blieb er bis 1918.
Quellen: - Historisches Lexikon der Schweiz - Offizielle Webseite Basel-Stadt


1894-1907 Heinrich Reese


1887-1911 Richard Zutt


1887-1902 Rudolf Philippi


1884-1897
Ernst Brenner war Jurist. Von 1881 bis zu seiner Wahl in den Regierungsrat war er Basler Grossrat. Im Alter von nur 27 Jahren wurde er in die Basler Regierung gewählt, wo er zuerst das Justiz- und zwei Jahre später das Erziehungsdepartement übernahm. In der Regierung führte er eine grundlegende Reorganisation des Basler Gerichtswesens durch.

Im Jahr 1887 erfolgte die Wahl in den Nationalrat und 1897 übernahm er auch das Präsidium der FDP Schweiz. Mit seiner Wahl in den Bundesrat legte er alle drei Ämter nieder. Als Mitglied der Landesregierung leitete er das Justiz- und Polizeidepartement. In seine Amtszeit fällt die Einführung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches, an der er zusammen mit Eugen Huber massgeblich beteiligt war. 1911 verstarb Ernst Brenner im Amt.
Quellen: - Historisches Lexikon der Schweiz - Wikipedia


1875-1878 / 1881-1887
Wilhelm Klein war erst Lehrer, später Redaktor. Von 1850-1875 und 1881-1887 war er Mitglied des Grossen Rates, 1867-1872 auch Mitglied des Kleinen Rates. Zudem von 1863-1878 und 1881-1887 Nationalrat. Schliesslich für wenige Monate im Jahr 1881 Ständerat. Er war massgeblich an der Ausarbeitung der Kantonsverfassung von 1875 beteiligt, ebenso wie an der Revision der Bundesverfassung von 1874. Im Jahr 1875 wurde er in den Regierungsrat gewählt, wo er das Erziehungsdepartement leitete. Sein Schulgesetz von 1880 war derart kontrovers, dass Wilhelm Klein im Jahr 1878 nicht wiedergewählt wurde. Drei Jahre später gelang ihm jedoch die erneute Wahl, bevor er 1887 im Amt verstarb.
Quelle: - Historisches Lexikon der Schweiz


1875-1894
Der gebürtige Basler Rudolf Falkner studierte Forstgeometrie in Karlsruhe und war Gemeinde- und Kreisförster in Biel. 1855 kehrte er zurück nach Basel, wo er Katastergeometer wurde. Im Jahr 1864 wurde er in den Basler Grossen Rat gewählt, wo er bis zu seiner Wahl in den Kleinen Rat 1873 blieb. Zwei Jahre später wurde er in den Regierungsrat gewählt und leitete dort das Baudepartement. In seiner Amtszeit erfolgte u.a. die Birsigkorrektion.
Quelle: - Historisches Lexikon der Schweiz


1875-1881 Karl Burckhardt-Burckhardt


1875-1892
Karl Burckhardt war promovierter Jurist. Nachdem er Staatskanzlist und Ratsschreiber war, wurde er 1871 zum Kriminal- und Polizeirichter gewählt. Auf politischer Ebene war er von 1861-1873 Basler Grossrat und präsidierte diesen im Jahr 1871/72. Nachdem er der letzte Basler Bürgermeister war, sass er 1875 im Verfassungsrat und wurde im selben Jahr in den Regierungsrat gewählt, wo er das Polizeidepartement leitete. Gleichzeitig vertrat er von 1875-1889 den Freisinn im Nationalrat.
Quelle: - Historisches Lexikon der Schweiz


1881-1887
Johann Jakob Burckhardt war promovierter Jurist und als solcher erst Untersuchungsrichter, später Staatsanwalt. Ab 1868 war er Mitglied des Grossen Rates, bis er 1881 in den Regierungsrat gewählt wurde. Dort leitete er das Erziehungsdepartement und war entscheidend beteiligt an der Aufhebung der konfessionellen Trennung im Schulwesen.
Quelle: - Historisches Lexikon der Schweiz