Der Dreispitz wird zum lebendigen Stadtquartier

Der Norden des Dreispitzes soll weiterentwickelt werden. Nach Veröffentlichung der Entwicklungsperspektiven für die Nordspitze durch die Christoph Merian Stiftung (CMS), wurde das Projekt ausgeschrieben: Mit dem Vorschlag von Herzog & De Meuron, welcher 2017 zur Nummer 1 gekürt wurde, ging die Entwicklung alsdann los. Heute, vier Jahre später, sind für das Areal ca. 800 Wohnungen für ca. 1'400 neue Bewohner und  ca. 1'600 Beschäftigte, eine Sekundarschule, Cafés, Ladenlokale, Restaurants, Werkstätten, zwei Grünflächen, 4'000 Veloparkplätze, 1’290 Parkplätze und die drei Dreispitztürme die Vision.


Das Schlüsselwort ist Transformation, die Weiterentwicklung eines im Moment grauflächigen Dreispitzareals. Zudem braucht der Kanton mehr Wohnraum, denn die Leute kommen, um in Basel zu bleiben. Gemäss Raumplanung soll eine Verdichtung stattfinden, es muss eine Verdichtung stattfinden! Dabei sollen aber Freiräume nicht zu kurz kommen. Im Areal ist insgesamt eine Freifläche von 20'000 m2 geplant, davon 12'000 m2 Grünfläche (Margaretha Merian-Anlage und Adele Duttweiler-Feld). Die Güterstrasse wird in die Anlage verlängert und die Anlage steht auch für eine Quartiernutzung offen. Die Öffnung des Areals ist wichtig, so werden zwei Velohauptrouten durch die Nordspitze führen.

Für das Grossprojekt werden schon seit 2018 regelmässig die Quartierinteressen abgeholt und mit eingeplant. Das Projekt soll für das Gundeli einen Mehrwert schaffen, ein Scharnier zwischen Birstal und der Stadt. Ignaz Walde, Leiter Bau, Expansion und Logistik der Migros Genossenschaft Basel-Stadt sagte dazu: «Wir möchten einfach gut mit den Bewohnern zusammenleben.» Beat von Wartburg, Direktor der CMS, sagte, dass das Projekt Interessen verbinde, auf unterschiedliche Interessen einzugehen und diese zu befriedigen suche. Weiter sagte er, das Areal soll dem Gewerbe, wie den Privaten zur Nutzung offen stehen. Der Dreispitz sei wie ein Bienenstock, er habe ganz viele Waben, ja, man könne sagen, das Projekt sei zu vergleichen mit einer eierlegenden Wollmilchsau.

Nach der Präsentation des Projekts durch  die drei Redner Beat von Wartburg (CMS), Marc Février (Kanton BS) und Ignaz Walde (Migros) konnten die fast 100 Teilnehmer Fragen stellen, was rege genutzt wurde. Damit konnte das Projekt noch vertieft angeschaut werden. Kritisch wurde vor allem die Nutzungsziffer, die Grösse der Grünfläche und die Anbindung an den öffentlichen Verkehr beäugt.

Ich für meinen Teil habe aus dem Abend folgendes mitgenommen: Die geplante Transformation macht angesichts einer wachsenden Bevölkerung und einer Anbindung der Aussenquartiere Sinn. Das Projekt Nordspitze ist gut geplant und will dafür sorgen, dass im Moment versiegelte Flächen aufgeweicht werden und das Areal ein Teil des Gundeli wird. Davon bin ich überzeugt und hoffe, die Diskussion konnte auch sie überzeugen.

 

Isabelle Mati
Co-Präsidentin, FDP Grossbasel-Ost