Fortschritt entsteht durch den Wettbewerb der Ideen. Anzug betreffend Wasserstofftankstellen.

Verbrennungsmotoren, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden, sollen schon bald der Vergangenheit angehören. Der Wettbewerb für die Technologie der Zukunft ist in vollem Gange. Im Bereich der Elektromobilität sind neben Batterie betriebenen Fahrzeugen vor allem auch Fahrzeuge mit Brennstoffzellen interessant. Den dazu nötigen Wasserstoff kann man ähnlich schnell wie heute tanken und die Reichweiten dieser Fahrzeuge sind grösser. Hingegen ist der Gesamtwirkungsgrad aus energetischer Sicht schlechter als beim Akku-Auto. 
Ein zentraler Wert der FDP ist der Fortschritt. Wettbewerb, Innovation und technischer Fortschritt, nicht Verbote, bringen uns weiter. Wir sind überzeugt vom Fortschritt der Gesellschaft durch den Wettbewerb der Ideen. Der Staat soll dabei die Rahmenbedingungen setzen, aber nicht Technologien vorschreiben. Für die FDP setzt sich die Zukunft der Mobilität aus mehreren Technologien zusammen. Gerade für Lastwagen und bei einem grossen Reichweitenbedürfnis sind Wasserstoff betriebene Fahrzeuge eine interessante Alternative. Deswegen hat Martina Bernasconi einen Anzug zu Wasserstofftankstellen im Kanton Basel-Stadt eingereicht.

Von Christian Egeler, Bürgergemeinderat und Nationalratskandidat

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Anzug betreffend Wasserstofftankstellen

Die Technologie des Wasserstoffes als Antriebsenergie entwickelt sich konstant weiter. Die ersten Tankstellen wurden in der Schweiz gebaut und Unternehmen steigen auf Nutzfahrzeuge mit Wasserstoff um. Der Vorteil von Wasserstoff als Antriebsenergie ist, dass keine CO2-Emissionen und schädliche Abgasemissionen entstehen, einzig Wasserdampf. Der Tankvorgang erfordert ungefähr gleich viel Zeit wie das Tanken von Benzin oder Diesel. Die Treibstoffkosten pro Kilometer entsprechen in etwa den heutigen Kosten für Benzin und Diesel bei einer Reichweite von ca. 600 Kilometer. Der Erdölimport kann durch die Nutzung von Wasserstoff als Antriebsenergie reduziert werden, da Wasserstoff in der Schweiz produziert werden kann. Wichtig ist, dass der Wasserstoff aus nachhaltig produziertem Strom gewonnen wird. Weiter kann die im Sommer oft überschüssige Solarenergie zur Wasserstoffproduktion mittels Elektrolyse verwendet werden.

Was noch fehlt ist ein Tankstellennetz, um Personenwagen (700 bar) und Nutzfahrzeuge oder Busse (350 bar) mit Wasserstoff zu tanken. Momentan werden die Wasserstofftankstellen von Pionieren in dieser Technologie gebaut, hauptsächlich inländische Tankstellenbetreibende (z.B. Migros, Coop). Basel-Stadt hat den Klimanotstand ausgerufen, soll deshalb als umweltfreundlicher Kanton eine Pionierrolle für diese CO2-freien Technologien übernehmen und dafür die bestmöglichen Rahmenbedingungen bieten.

Die Anzugstellenden bitten deshalb den Regierungsrat zu prüfen und zu berichten:

  1. Inwiefern es der Regierungsrat als sinnvoll erachtet, dass im Kanton Basel-Stadt ein Wasserstoff-tankstellennetz aufgebaut wird?
  2. Wo wären in Basel geeignete Standorte für Wasserstofftankstellen?
  3. Wie kann Basel-Stadt die Rahmenbedingungen verbessern, damit ein entsprechendes Tankstellennetz aufgebaut werden kann?

 

Bild: S. Hofschlaeger @ pixelio.de