Individualbesteuerung: Gleichberechtigung beginnt beim Steuersystem

Unser Steuersystem passt nicht mehr zur Lebensrealität vieler Familien. Besonders Zweiverdiener-Ehepaare werden benachteiligt – mit spürbaren Folgen für die Erwerbstätigkeit von Frauen und den Fachkräftemangel. Warum die Individualbesteuerung hier ansetzt, Arbeit wieder attraktiver macht und echte Wahlfreiheit stärkt, erläutert Dalia Herzog, Vorstandsmitglied der FDP Frauen beider Basel.

Unser Steuersystem entstand in einer Zeit, in der meist ein Einkommen pro Familie üblich war. Heute sieht der Alltag vieler Familien anders aus. Dennoch benachteiligt das aktuelle System verheiratete Paare mit zwei Einkommen und setzt falsche Anreize.

Angesichts des Fachkräftemangels ist das besonders problematisch. Viele gut ausgebildete Personen reduzieren ihr Pensum oder bleiben zu Hause, weil sich zusätzliche berufliche Tätigkeit finanziell kaum lohnt. Häufig ist das zweite Einkommen betroffen, oft jenes der Frau. Viele kehren später nicht mehr vollständig in den Beruf zurück. Das schmälert ihre Perspektiven und gefährdet die finanzielle Sicherheit im Alter.

Die Individualbesteuerung setzt hier an. Sie besteuert jede erwachsene Person unabhängig vom Zivilstand nach der eigenen wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Arbeit lohnt sich wieder, auch beim Wiedereinstieg oder bei kleinen Pensenerhöhungen.

Als Vorstandsmitglied der FDP Frauen beider Basel ist mir wichtig, dass Frauen echte Wahlfreiheit haben. Die Individualbesteuerung stärkt die Gleichberechtigung.

Dalia Herzog – Vorstandsmitglied FDP Frauen beider Basel

 

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